Die Jahre 1999 - 1900

07. - 09. Sep. 1939

Bombenabwurf der Alliierten auf Kettenheim, Wohnhaus Stallungen und Scheune der Familie Christoffels, Bernhard Christoffels und Mutter Helene waren betroffen. [Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 79]

01. Sep. 1939

Beginn des 2. Weltkrieges. Dieser furchtbare Krieg forderte große Opfer von unserem Volk. Er ging auch an der Pfarrgemeinde Vettweiß nicht spurlos vorüber. Wie überall, so wurden auch die Männer von Vettweiß zu den Waffen gerufen. Deutsches Militär war fast ununterbrochen in unserem Dorf einquartiert [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 19]

1938 - 1939

Dr. August Heinrich Bender soll Lagerarzt im Konzentrationslager Buchenwald gewesen sein und ab 1944 im Range eines SS-Sturmbannführers gewesen sein. [Dürener Zeitung vom 25.08.2012, Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 77/78]

09. Nov. 1938

Die beiden Synagogen in Vettweiß (09. November 1938) und Lüxheim wurden in der Reichskristallnacht geschändet. Nur teilweise zerstört, wird das eigentliche Bauwerk später abgerissen. Zu dieser Zeit leben etwa 40 Juden in Vettweiß

[Info Heft Gemeinde Vettweiß 5. Auflage und Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

26. Jul. 1938

Niederlassung des Arztes Dr. Reinhold Pyro in Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, WB 202/14]

1937

Bau einer Lehrerdienstwohnung neben der Volks-/Grundschule in der Schulstraße. Bürgermeister ist Matthias Michels, Schulleiter Bernhard Engels, Pfarrer Matthias Gerhards. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

1936

Erweiterung der Volksschule in der Schulstraße 12 mit Bau einer Lehrerdienstwohnung

[Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 22]

01. Jan. 1935

In der Kirche wurde eine moderne Luftheizungsanlage eingebaut. Die Feueranlage befand sich im Keller des Turmes unter der Sakristei. Der Kamin wurde innerhalb des Turmes nachgeführt, später oberhalb des Deckengewölbes des Chores hochgeschleift und trat auf dem Dachfirst des Chores heraus.

Die Firma Blum aus Aachen baute die Heizung. Die Gesamtkosten, die ausschließlich aus freiwilligen Spenden der Pfarrangehörigen aufgebracht wurden, beliefen sich auf 4.265, RM [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon Seite 18]

01. Mai. 1934

Ein schweres Unwetter entlädt sich über Vettweiß. Die Gossen und Bäche können die Wassermassen nicht fassen. Der Grießbach tritt über die Ufer und setzt Gärten, Häuser und Stallungen „im Tal“ und an der Kettenheimer Straße unter Wasser. Der Weiher im Unterdorf füllt sich rasch und bildet mit Straßen und Wiesen einen großen See. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

14. Dez. 1933

Gründung einer Sanitätskolonne für den Amtsbezirk Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, LA 300/3]

12. Nov. 1933

Erneute Wahlen, Stimmenergebnis für Vettweiß: NSDAP (andere Parteien waren nicht mehr zugelassen) 685, ungültig 24 und 9 Enthaltungen. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

16./17. Juni 1933

Volkszählung: Vettweiß und Kettenheim haben 1.201 Einwohner

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

12. Mär. 1933

Gedenkfeier für die Gefallenen Krieger und Antreten sämtlicher Ortsvereine: Tambourcorps, Orchestervereinigung, Kriegerverein, Stahlhelm SA Gruppen, Mandolinenklub, St. Gereon Schützengesellschaft, Arbeiterverein, Schollsche Kapelle, Brief-taubenverein, Jünglingskongregation, Jünglings- und Männerverein St. Josef, Männergesangverein Cäcilia und Feuerwehr

[Programm, Archiv Josef Esser Band 4, Seite 35]

05. Mär. 1933

Reichstagswahl. Stimmenergebnis von Vettweiß: Zentrum 243, NSDAP 191, Kampffront 101, SPD 80, KPD 21, ungültig 6

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

1933

Das Wasserwerk in Froitzheim wird erweitert. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]


Beginn der Verfolgung unserer jüdischen Mitbürger. [Info Heft Gemeinde Vettweiß 5. Auflage]

 

01. Okt. 1932

Auflösung der Bürgermeistereien Froitzheim, Kelz, Füssenich und Sievernich und Zusammenschluss zu einem Bürgermeisteramt mit Sitz in Vettweiß. Der Ort Juntersdorf musste in den Bereich des Bürgermeisteramtes Nideggen abgegeben werden. Statt Bürgermeisteramt hieß es fortan Amt Vettweiß und Juntersdorf kam 1947 wieder in den Verwaltungsbezirk Vettweiß zurück. Diesem Amt gehörten dann 14 selbständige Gemeinden an. Bürgermeister war Dr. Ferdinand Keill

[Info Heft Gemeinde Vettweiß 5. Auflage und Gemeindegeschichte Vettweiß]

01. Okt. 1932

Entstehung des Amtes Vettweiß mit den als Bürgermeisteramt bekannten Ortsteilen Geich, Füssenich und Juntersdorf. Erster Amtsbürgermeister wurde Dr. Ferdinand Keill, der sein Büro im Gebäude der ehemaligen Gaststätte Hülden im Vettweißer Unterdorf hatte. [Gemeindegeschichte Vettweiß: Internet vom 17. Dezember 2012]

30. Nov. 1929

Die Besatzungszeit endet. Dieses Ereignis wird allerorten mit Dankgottesdiensten und festlichen Umzügen begangen

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

28. Jul. 1928

J. Stahl: Niederlassung als Zahnarzt (Dentist) in Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, D 174/57]

17. Apr. 1928

Schülerzahl mit Beginn des Schuljahres 1928/1929: 162. Knaben Oberklasse 32, Mädchen Oberklasse 38. Mittelklassen Knaben 38, Mädchen 24, eingeschult werden 17 Knaben und 13 Mädchen

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

12. Mai. 1923

Sterbetag des Pfarrers Robert Fettweiß in Holt bei Mönchengladbach

[Maschinenschriftliche Abhandlung zum Thema „Die sieben Schöffen von Wys im Jahre 1383“, Archiv Esser, Band 4, Seite 65 - 69]

03. Mai. 1923

Apotheker N. N. Nagelschmitz, Zülpich, erhält die Konzession zur Fortführung der Filialapotheke in Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, DZ 95/50]

28. Aug. 1921

Schulen wurden durch Bürgermeister geschlossen, da Typhus im Ort epidemisch auftrat. 22 Personen mittleren Alters wurden befallen, der Nebenbau des St. Joseph Hauses, die Kinderverwahrschule, wurde als Isolierraum eingerichtet. Zwei Frauen 28 und 45 Jahre sowie ein Mädchen 25 Jahre starben an Krankheit. Am 24. 10.1921 wurde die Epidemie als erloschen erklärt

[Schulchronik/Tagebuch und Archiv Josef Esser Band 4, Seite 19]

November 1919

Franzosen folgen den Engländern als Besatzungsmacht. In Vettweiß bildet die Bahnlinie die „Demarkationslinie“. Unterhalb der Bahnlinie „englisches Gebiet“, oberhalb „französisches Gebiet“. Schwestern des Ordens der „Christlichen Liebe“ Heiligenstadt ziehen in die Villa Schwecht ein, die in „St. Josephs Haus“ umbenannt wird, im Volksmund fortan „das Kloster“ genannt

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

29. Aug. 1919

Gründung einer Niederlassung der Schwestern "von den christlichen Schulen der Barmherzigkeit" in Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, DVZ 199/65]

1919

Gründung des Vereins für Rasensport Vettweiß e.V. in der damaligen Gaststätte Weber

[Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

11. Nov. 1918

Endet der I. Weltkrieg, Vettweiß beklagt 35 Gefallene und Vermisste. Im Dezember erfolgte die Besetzung des Rheinlandes durch englische Truppen. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

08. Okt. 1913

Der Wasserleitungszweckverband (WZV) der Neffeltalgemeinden wird in Wollersheim von den am Neffelbach liegenden 12 Gemeinden Füssenich, Geich, Juntersdorf, Sievernich, Disternich, Müddersheim, Gladbach, Lüxheim, Eggersheim, Irresheim, Hochkirchen und Poll gegründet. Die Gemeinde Nörvenich stieß 1916 hinzu [Chronik des Wasserleitungszweckverbandes der Neffeltalgemeinden]

1912

Auf einem von der Ortschaft Vettweiß in Froitzheim erworbenen Grundstück wird ein Wasserwerk gebaut. Nach der Fertigstellung und dem Verlegen der Rohrleitungen werden die Vettweißer Haushalte bis zum Jahre 1914 an das Leitungsnetz angeschlossen. Der Anschluss für Kettenheim erfolgt 1915. [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 130]

22. Apr. 1911

Dr. N. N. Nagelschmitz, Apotheker, erhält die Genehmigung zur Fortführung der Filialapotheke in Vettweiß [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, DVZ 91/57]

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