Die Jahre 1999 - 1900

18. Mai. 1952

Vettweiß wurde als Ort für das Dekanatstreffen der Kirchenchöre ausgewählt. Nach der musikalischen Andacht wurde im Saale Hülden die Festversammlung gehalten [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 37]

16. Apr. 1952

Todesanzeige: Apotheker Dr. Wilhelm Nagelschmitz, Zülpich, † 12. April 1952 "im Alter von 84 Jahren" [Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren, Vettweiß in der Presse, DZ 87/77]

02. Dezember 1951

Am 1. Adventssonntag Einweihung der jetzigen Kirche. Pfarrer ist Hermann Rütten, Bürgermeister Josef Joentgen und Schulleiter Bernhard Engels. [Informationsschrift Pfarrgemeinde St. Gereon Vettweiß von Pfarrer Willi Lennarz, Archiv Josef Esser, Band 4, Seite 229 und Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 132].

Der Bau der Kirche war soweit fortgeschritten, dass der Gottesdienst darin stattfinden konnte. Es fehlten jedoch noch viele Dinge, es waren noch keine Wände verfugt, die Decke war noch nicht verkleidet und der Fußboden noch nicht belegt. Auch der Turm war nur zur Hälfte aufgebaut [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 33].

Die feierliche Benediktion konnte durch den H. H. Weihbischof Friedrich Hünermann vollzogen werden. Das Allerheiligste wurde in feierlicher Prozession von der Notkirche in das neue Gotteshaus getragen. Anschließend feierte Pfarrer Rütten das erste Hochamt in der neuen Kirche. Die aus Vettweiß stammenden Priester Bernhard Erasmi aus Köln und der Religionslehrer Paul Ink aus Aachen ministrierten dabei [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 34].


 Ende der Notkirche auf dem Marktplatz. [Archiv Josef Esser]

07. Okt. 1950

Bis 14.10.1950 wurde von Herrn Pfarrer Hermann Rütten ein Triduum unter dem Thema Mutterschaft und Mütterlichkeit für die Frauen und Mädchen gehalten. Der Pfarrer predigte an drei aufeinander folgenden Abenden [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 33]

29. Mai. 1950

Am Pfingstmontag fand das Bundesschützenfest in Vettweiß statt. Der aus Vettweiß stammende Religionslehrer Paul Ink feierte im Rohbau der Kirche das heilige Opfer. Vor der Messe wurde die neue Fahne der St. Gereon Schützenbruderschaft Vettweiß gesegnet [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 33]

1949/1950

Neubau der Lehrerdienstwohnung an der Volksschule Schulstraße. [Archiv Josef Esser, Band 4, Seite 108]

27. Nov. 1949

Am 1. Adventssonntag wird durch den Herrn Dechant Hamacher aus Gladbach der Grundstein der neuen Kirche feierlich gelegt. Der aus Vettweiß stammende Pfarrer Bernhard Erasmi aus Köln-Marienburg hielt die Festpredigt. Eine Kopie der Urkunde ist in den Grundstein mit eingemauert [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 30]

08. Okt. 1949

Bis 23. Oktober 1949 wurde eine Volksmission in Vettweiß durchgeführt. An die bischöfliche Behörde wurde folgender Bericht gegeben:

Soziale Struktur der Pfarre - Arbeiter, Beamte und Angestellte, Landwirte, Handwerker und Kaufleute. 1.160 Katholiken und 50 Andersgläubige. Die Mission wurde von den Franziskanermissionaren P. Heribert Schwanitz aus Bonn und P. Lukas München aus Aachen gehalten [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 27]

24. Sep. 1949

Die beiden letzten Kriegsgefangenen des 2. Weltkrieges kehrten nach Vettweiß heim. Am letzten Samstag im September 1949 kehrten Matthias Heimbach und Josef Schmitz aus russischer Gefangenschaft in der Nähe von Novosibirsk nach Hause zurück. Sie hatten sich zufällig im dortigen Lager getroffen und wurden gemeinsam entlassen. Im offenen Feuerwehrwagen wurden sie in Köln am Bahnhof von Vettweißer Honoratioren und Bürgern unterhalb der Bahn in Vettweiß willkommen geheißen. Mit Tambourcorps, Bürgern und Vereinen wurden sie anschließend durch den geschmückten Ort zu ihren Elternhäusern geleitet.

Einen Wehmutstropfen gab es allerdings, da der Vater von Josef Schmitz als Gemeindearbeiter bei Reinigungsarbeiten nach überaus starken Regenfällen tödlich verunglückte und so die Rückkehr seines Sohnes nicht mehr erlebte [Quelle: Bericht von Christian Heimbach]

09. Sep. 1949

Im September wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen. Die Pläne hatte der Architekt Josef Op Gen Orth aus Köln entworfen. Die einstweilige Finanzierung war durch Landverkauf, Zuschuss des Bistums und freiwillige Spenden der Pfarrgemeinde gesichert. Die Maurerarbeiten wurden der Arbeitsgemeinschaft Bock aus Rölsdorf und Junkersdorf aus Vettweiß übergeben. Die Dachkonstruktion sollte die Arbeitsgemeinschaft Esser, Pieck, Schmitz und Weber aus Vettweiß übernehmen und die Dachdeckerarbeiten von der Firma Heinrich Sauer aus Sürth bei Köln ausgeführt werden. Die Ausschachtarbeiten und das Anfahren des Materials wurden im freiwilligen Hand- und Spanndienst von den Männern und Jungmännern erledigt [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 26]

1948

Dr. August Heinrich Bender kam wieder frei und eröffnete 1949 die Landarztpraxis in Kelz, die er 1988 mit 78 Jahren schloss

[Dürener Zeitung 25.08.2012, Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 78/79]

05. Sep. 1947

Visitation und Firmung durch H. H. Bischof Dr. Johannes Josef van der Velden [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 26]

14. Aug. 1947

Dr. Bender wurde zu zehn Jahren Haft wegen Mithilfe und Teilnahme an Gewaltverbrechen verurteilt

[Dürener Zeitung vom 25. August 2012, Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 77/78]

02. Aug. 1947

Das große Friedenskreuz der katholischen Männerbewegung wurde durch die ganze Diözese getragen und hielt sich bis 03. August 1947 in Vettweiß auf [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 26]

20. Okt. 1946

Pfarrer Hermann Rütten nahm seinen Dienst als neuer Pfarrer in Vettweiß auf [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 25]

Aug./Sept. 1946

Abzug der amerikanischen Truppen aus Vettweiß. [Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 76]

07. Jul. 1946

Pfarrer Matthias Josef Gerards starb nach kurzer und schwerer Krankheit. Er wurde unter allseitiger Teilnahme seiner Pfarrgemeinde am 11. Juli 1946 zur letzten Ruhe gebettet und auf dem Vettweißer Friedhof beerdigt [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 25]

04. Okt. 1945

Feierliche Einweihung der Notkirche um 18.00 Uhr durch Herrn Dechant Klaßen aus Froitzheim. Einen Tag später wurde das 1. heilige Messopfer in der Notkirche gefeiert [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 24]

29. Aug. 1945

Es konnte mit dem Aufbau der Notkirche begonnen werden. Der Rohbau war dann am 13.09.1945 fertiggestellt [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 24]

Kriegsende 09. Mai 1945

Kriegsende. Außer den Opfern des Bombenangriffs beklagt Vettweiß 91 Gefallene, Vermisste, in Gefangenschaft verstorbene oder durch andere Kriegseinwirkungen ums Leben gekommene Mitbürger. Schwestern vom Orden der „Cellitinnen“ lösen die Schwestern vom Orden der „Christlichen Liebe“ ab [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 132]

Eine Aufstellung mit alle Gefallenen während des 2. Weltkrieges finden Sie in der folgenden Tabelle. .....weiterlesen

 

Name Vorname Titel Geboren Gestorben
Angenendt Josef Obergefreiter 08.02.1913 Boeninghardt, Kreis Mörs 26.06.1941 bei Zarsta/Rußland
Berbuir Willi Feldwebel und R.O.A. 01.04.1919 Köln-Lindenthal 18.02.1945 Pohla/F.-Oder
Berger Hubert     19.12.1943 Gefangenschaft Newel/Rußl.
Brandenburg Franz     vermißt März 1945
Brandenburg Hubert     gefallen 1945
Christoffels Josef Franz Engelbert     vermißt Dez. 1944 Ostfront
Christoffels Richard Obergefreiter; Sohn von Magdalene Christoffels 14.02.1921 Vettweiß verst. 22.08.1945 nach russ. Kriegsgefangensch.
Clemens Kaspar Uffz. 18.10.1904 Vettweiß 30.07.1946 russ. Kriegsgefangenschaft
Courth Franz-Josef   06.05.1906 Kettenheim 28.01.1946 Kriegsleiden
Dederichs Josef Gefreiter 19.08.1919 Vettweiß 21.02.1942 Mittelabschnitt Ostfront
Delhougne Josef     28.01.1943 Rußland
Delhougne Willi     Jan. 1942 Rußland
Engels Martin     vermißt 1945 Ostpreußen
Erasmi Peter     vermißt 26.07.1944 Altawo/Warschau
Esser Alfons Maschinenmaat 09.03.1920 Vettweiß 02.09.1942 Seemannstod U.-Boot
Esser Heinrich     Aug. 1944 Rumänien
Esser Heinrich Franz Hubert     vermißt 1944 Rußland
Esser Peter     gef. 26.11.1944 de Ventron/Vogesen
Essing Peter Gefreiter 03-19-15 23./24.09.1939 Lars (vor Warschau)/Polenfeldzug
Faßmann Arnold Sohn von Anton Faßmann; Bruder von Josef Faßmann   vermißt Dez. 1944 unbekannt
Faßmann Josef Sohn von Anton Faßmann; Bruder von Arnold Faßmann 12.02.1925 Vettweiß verst. 23.08.1950 Vettweiß (Kriegsleiden)
Gartzen Georg     13.02.1945 Tucheler Heide/Pommern
Gietmann Josef     vermißt 1942 in Stalingrad
Glasmacher Friedrich     gef. 03.01.1945 Völklingen/Saarland
Grommes Karl     21.07.1943 Rußland
Grommes Ludwig     vermißt Aug. 1944 Rumänien
Heimbach Peter     16.11.1944 Bombenangriff Düren
Heimbach Willi Kanonier 16.02.1916 Vettweiß 16.12.1945 Frankfurt/Oder
Horst Johann     gefallen 1942 Stalingrad
Horst Wilhelm     Okt. 1946 russ.Gefang.lager Leningrad
Hövels Peter     1943 in Aachen (Kriegsleiden)
Imdahl Bernhard     vermißt 1944 Krakau/Polen
Ink Heinrich     vermißt 1941/1942 Stalingrad
Jöntgen Ernst August Grenadier 26.08.1926 Vettweiß 14.12.1944 Hürtgenwald
Jöntgen Jean     31.08.1944 Rumänien
Jöntgen Josef     Febr. 1945 Vettweiß von.Amerikaner.erschossen
Junkersdorf Franz Unteroffizier; Sohn von Christian Junkersdorf 27.10.1915 Vettweiß 18.10.1941 bei Stariza/Rußland
Junkersdorf Franz-Josef Gefreiter 04.12.1924 Vettweiß gef. 19.10.1944 Polen
Kallscheuer Josef Gefreiter 14.03.1912 Niederau 23.10.1941 Rußland
Kau Richard     vermißt 12.08.1943 Orel/Rußland
Kesternich Jakob     gef. 30.03.1945 Forst/Neiße
Klein Franz     vermißt Jan. 1945 im Osten
Klein Heinrich Ludwig     gefallen 06.12.1944 Hürtgenwald
Klein Josef     vermißt 26.07.1944
Klein Johann Josef Schütze 03.01.1921 Vettweiß 20.09.1941 bei Kiew/Rußland
Klösgen Mathias   20.05.1905 Kelz verst. 22.10.1945 Kriegsgefangenen-Lazarett / Österreich
Koch Thomas Gefreiter 30.07.1923 Vettweiß 04.08.1944 bei Annopol (a.d.Weichsel)/Rußland
Koerver Heinz Josef Flieger-Soldat 21.01.1909 Vettweiß-Kettenheim 20.11.1942 Rußland
Kux Rainer     gefallen 14.09.1942 Stalingrad
Leufgen Willi   11-16-06 verst. 09.07.1945 Meran/Italien
Lüssem Walter     vermißt Jan. 1943 Rußland
Malsbenden Hans   09.02.1924 Vettweiß 21.11.1943 bei Wodjana/Rußland
Maus Peter     Mitte März 1945
Meier Friedrich     16.11.1944 Bombenangriff Düren
Mermagen Johann     28.01.1942 Polen
Monig Hans     gef. 17.09.1944 Oederode/Holland
Monig Peter     1946 Zwickau (Kriegsleiden)
Mottweiler Ewald     12.05.1945 Nauen/DDR
Müller Peter     vermißt 02.02.1942 Rußland
Palm Josef Stabsgefr.; Bruder von Wilhelm Palm 09.03.1919 Vettweiß 17.08.1946 ruß.Kriegsgefangenschaft
Palm Willi     04.04.1944 Rußland
Palm Wilhelm Oberschütze; Bruder von Josef Palm 06-12-10 28.05.1942 bei Nyrkowo/Rußland
Pütz Anton Kanonier 12.09.1916 Vettweiß 18.07.1944 Rußland
Pütz Hubert   08.04.1923 Vettweiß 01.12.1945 Kriegseinwirkung -Handgranate-Vettweiß
Rittmeyer Johann     14.06.1945 von Russen erschlagen in Soest/Westfalen
Rittmeyer Peter     gefallen 1944 Rußland
Roß Mathias     Juni 1945 Stolberg (Mine)
Schink Wilhelm   25.03.1922 Vettweiß 22.06.1941 bei Tauroggen/Litauen
Schmid Adolf     vermißt seit 26.10.1943 Rußland
Schmid Josef     26.11.1944 Ari-Beschuß in Vettweiß
Schmitz Karl     Febr. 1945 in Ungarn verschollen
Schmitz Wilhelm     28.02.1945 Gefangenschaft UDSSR
Scholl Christian Gefreiter 09.05.1908 Vettweiß 29.04.1945 Sperenberg/Berlin
Scholl Hubert     vermißt seit 25.12.1944 Rußland
Scholl Theodor Feldwebel (LW) 23.01.1915 Kettenheim 23.10.1943 bei Grusino / Rußland
Staben Hubert Schütze 24.03.1923 Vettweiß 30.09.1941 bei Tnosilowka/Rußland
Stappen Wilhelm     03.01.1944 Rußland
Steffes Josef     08.03.1941 Norwegen
Strauch Matthias     16.11.1944 Bombenangriff Düren
Tesch Engelbert     verm. 26.07.1944 Mittelabschn.Rußland
Tesch Josef     gef. 1945 Küstrin/Oderbruch
Utzen Josef     gefallen Jan. 1944 Rußland
Utzen Martin Grenadier 12-12-24 28.09.1943 bei Otaschew/Ukraine
Veith Bernhard     gefallen 02.05.1945 Raum Berlin
Veith Josef     gefallen 20.10.1944 Ostfront
Weber Theo     gef. 1942 Minsk/Rußland
Weber Willi     1945 durch Tiefflieger -Vettweiß
Welsch Willi     vermißt 1942 Stalingrad
Winter Heinrich     22.08.1941 Rußland
Wollersheim Wilhelm     gef. Okt. 1944 Knien/Dalmatien
Wolkenart Johann     09.01.1945 Derkum/Euskirchen
Arentz Heinrich Ziviltoter; 52 Jahre 25.06.1892 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Christoffels Magdalene geb. Schmitz; Ziviltote; 56 Jahre; Mutter von Richard Christoffels 04.01.1888 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Dortu Christine Zivitote; 3 Jahre 08.08. 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Engels Katharina geb. Pütz; Ziviltote; 81 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Engels Bernard Ziviltoter; 8 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Erasmi Bernhard Ziviltoter; 2 Mon. 10-09-44 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Erasmi Gertrud Ziviltote; 7 Jahre 04-23-37 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Erasmi Jakob Ziviltoter; 3 Jahre 07.05. 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Erasmi Katharina Ziviltote; 5 Jahre 12-11-38 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Erasmi Margarete geb. Beyel; Ziviltote; 29 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Falkenberg Sebastian Ziviltoter; 12 Jahre 04-21-32 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Faßmann Anton Ziviltoter; 52 Jahre; Vater von Arnold und Josef Faßmann 10.04.1892 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Franzen Matthias Ziviltoter; 39 Jahre 07-08-05 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Hasseler Marianne Ziviltote; 17 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Heimbach Hubert Ziviltoter; 73 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Hoch Josef Ziviltoter; 15 Jahre 03-28-29 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Hövels Helene Ziviltote; 16 Jahre 10-08-27 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Hövels Katharina geb. Engels; Ziviltote; 51 Jahre 09.08.1893 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Kau Gerhard Ziviltoter; 59 Jahre 24.07.1885 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Klein Katharina Ziviltote; (Ehefrau eines Soldaten)   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Knipprath A.M. geb. Strepp; Ziviltote; 79 Jahre 03.03.1866 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Knipprath Margarete aus Broich; Ziviltote; 51 Jahre 02.12.1893 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Krämer Margarethe geb. Brung; Ziviltote; 31 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Krämer Roswitha Ziviltote; 2 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Oleff Katharina (aus Hürtgen); Ziviltote; 35 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Oepen Edmund Ziviltoter; 15 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Rittmeyer Agnes Ziviltote; 10 Jahre 12-07-34 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Rittmeyer Heinrich Ziviltoter; 14 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Schink Heinrich Ziviltoter; 44 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Schmitz Sophia (aus Hürtgen); 22 Jahre 09-17-22 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Utzen Agnes Ziviltote; 18 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Utzen Katharina geb. Michels; Ziviltote; 52 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Utzen Peter Ziviltoter; 54 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Waser Mathias Ziviltoter; 15 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Waser Therese geb. Schmitz; Ziviltote; 39 Jahre 04-09-05 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Wollersheim Elisabeth geb. Ley; Ziviltote; 62 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Wollersheim Elisabeth Ziviltote; 17 Jahre   30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
Wollersheim Josef Ziviltoter; 65 Jahre 25.02.1880 30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
5 Ukrainerinnen       30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
26 Soldaten       30.11.1944 Luftangriff Vettweiß
29. Mär. 1945

Die Pfarrkirche wird gesprengt. Die Trümmer werden zur Anlage eines Feldflughafens im Geländedreieck Vettweiß - Kelz - Gladbach verwandt [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131].

Nach dem Waffenstillstand kehrten die Evakuierten zurück in ihren Heimatort und der Gottesdienst fand zuerst in der Wirtschaft Weyenberg und später in der Nähschule des Klosters statt. Ortsbürgermeister Junkersdorf gelang es schließlich, von den Amerikanern eine Baracke vom Flugplatz als Notkirche zu bekommen und sie auf dem Marktplatz aufzustellen [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 23]

28. Mär. 1945

Der Kommandant eines US-Regimentes aus Texas, ein Jude, der mit der Truppe Vettweiß besetzt hatte, ließ den damaligen Bürgermeister Josef Junkersdorf zu sich kommen und erklärte, dass nach 24 Stunden die Kirche gesprengt würde, weil ihre Trümmer zur Anlage eines Flupplatzes im Geländedreieck Vettweiß-Kelz-Gladbach benötigt würden. Man bot ihm die Trümmer der anderen bereits zerstörten Häuser an, doch alles war vergebens. Der Befehl zur Zerstörung wurde gegeben. Ob es sich um einen Racheakt für die Vernichtung der Synagoge handelte? Es wurde erlaubt, die Inneneinrichtung der Kirche in Sicherheit zu bringen, die Zeit war zu kurz und der weitaus größte Teil der Bevölkerung war evakuiert. Es konnte nur wenig gerettet werden.

Die Bänke, der Maria-Hilf-Altar, die Herz-Jesu- und Muttergottes-Statue, die Kreuzwegstationen und ein wertvolles Holzkruzifx, das wahrscheinlich um 1400 geschaffen wurde, konnten vor der Zerstörung bewahrt werden. Die wertvollsten Gegenstände wie die Altäre und die kleinste Glocke fielen der Sprengung zum Opfer [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 22 - 23] 

27. Feb. 1945

Amerikanische Truppen eroberten Vettweiß. Am Vormittag stellen sich Teile des US Infanterie-Regiments 16 im Ostrand des Vettweißer Busches zum Angriff auf Vettweiß bereit. Der Gegner nimmt den Westteil des Ortes, kann hier für kurze Zeit gestoppt werden. Am Nachmittag jedoch dringt der Gegner auch in den Ortsteil ein und besetzt diesen

[Quelle: Manfred Groß zu Ortsverluste im Kreis Düren 1944 - 1945, Archiv Josef Esser, Band 4, Seite 119]

30. Nov. 1944

Lehrerdienstwohnung an der Volksschule in der Schulstraße wurde zerstört durch Fliegerangriff. [Archiv Josef Esser, Band 4, Seite 108]

Luftangriff 30. November 1944

Gegen 10:30 Uhr Luftangriff auf Vettweiß. Der Angriff dauerte nur wenige Minuten, doch furchtbar sind die Folgen. Der mittlere Teil des Dorfes ist fast vollständig zerstört. 69 Personen müssen ihr Leben lassen: 43 Ziviltote, davon 5 zwangsdeportierte Ukrainerinnen und 26 Soldaten. Mit der nun folgenden Evakuierung endet der Schulunterricht [Zeittafel nach Archiv Josef Esser in Festschrift 75 Jahre VfR Vettweiß, Seite 131]

Bis auf etwa 100 Personen verließen fast alle das Dorf und begaben sich in ihre Evakuierungsräume. Es war nicht einmal möglich, die verschütteten Toten auszugraben. Der größte Teil der Umgekommenen konnte jedoch an den beiden folgenden Tagen auf dem Friedhof beerdigt werden. 26 Soldaten wurden auf dem Heldenfriedhof in Froitzheim begraben [Chronik der Pfarrgemeinde St. Gereon, Seite 20 - 21]

Die Toten des Bombenangriffes vom 30. November 1944. .....weiterlesen

 

Name Vorname Info Geboren
Arentz Heinrich Ziviltoter; 52 Jahre 25.06.1892
Christoffels Magdalene geb. Schmitz; Ziviltote; 56 Jahre; Mutter von Richard Christoffels 04.01.1888
Dortu Christine Zivitote; 3 Jahre 08.08.
Engels Katharina geb. Pütz; Ziviltote; 81 Jahre  
Engels Bernhard Ziviltoter; 8 Jahre 04.10.1936
Erasmi Bernhard Ziviltoter; 2 Mon. 10.09.1944
Erasmi Gertrud Ziviltote; 7 Jahre 04.23.1937
Erasmi Jakob Ziviltoter; 3 Jahre 07.05.
Erasmi Katharina Ziviltote; 5 Jahre 12.11.1938
Erasmi Margarete geb. Beyel; Ziviltote; 29 Jahre  
Falkenberg Sebastian Ziviltoter; 12 Jahre 04.21.1932
Faßmann Anton Ziviltoter; 52 Jahre; Vater von Arnold und Josef Faßmann 10.04.1892
Franzen Matthias Ziviltoter; 39 Jahre 07.08.1905
Hasseler Marianne Ziviltote; 17 Jahre  
Heimbach Hubert Ziviltoter; 73 Jahre  
Hoch Josef Ziviltoter; 15 Jahre 03.28.1929
Hövels Helene Ziviltote; 16 Jahre 10.08.1927
Hövels Katharina geb. Engels; Ziviltote; 51 Jahre 09.08.1893
Kau Gerhard Ziviltoter; 59 Jahre 24.07.1885
Klein Katharina Ziviltote; (Ehefrau eines Soldaten)  
Knipprath A.M. geb. Strepp; Ziviltote; 79 Jahre 03.03.1866
Knipprath Margarete aus Broich; Ziviltote; 51 Jahre 02.12.1893
Krämer Margarethe geb. Brung; Ziviltote; 31 Jahre  
Krämer Roswitha Ziviltote; 2 Jahre  
Oleff Katharina (aus Hürtgen); Ziviltote; 35 Jahre  
Oepen Edmund Ziviltoter; 15 Jahre  
Rittmeyer Agnes Ziviltote; 10 Jahre 12.07.1934
Rittmeyer Heinrich Ziviltoter; 14 Jahre  
Schink Heinrich Ziviltoter; 44 Jahre  
Schmitz Sophia (aus Hürtgen); 22 Jahre 09.17.1922
Utzen Agnes Ziviltote; 18 Jahre  
Utzen Katharina geb. Michels; Ziviltote; 52 Jahre  
Utzen Peter Ziviltoter; 54 Jahre  
Waser Mathias Ziviltoter; 15 Jahre  
Waser Therese geb. Schmitz; Ziviltote; 39 Jahre 04.09.1905
Wollersheim Elisabeth geb. Ley; Ziviltote; 62 Jahre  
Wollersheim Elisabeth Ziviltote; 17 Jahre  
Wollersheim Josef Ziviltoter; 65 Jahre 25.02.1880
5 Ukrainerinnen      
26 Soldaten
04. Nov. 1944

Nachts gegen 23.30 h stürzte ein britisches Militärflugzeug brennend ins freie Feld, Engländerinnen besuchten im Jahre 2001 die Bomber-Absturzstelle. [Zeitungsartikel: Vor 57 Jahren starb Bruder bei Kettenheim, Archiv Josef Esser, Band 1, Seite 73]

1943

Die beiden größten Glocken aus der Kirche mussten der Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt werden

[Archiv Esser, Band 2, Seite 18]

Winter 1942/43

Aus unseren Dörfern wurden die jüdischen Bürger aller Altersgruppen in die Konzentrationslager abtransportiert und dort ermordet

[Gemeindegeschichte Vettweiß: Internet 17. Dezember 2012]

1942

Der „Verkehrsknotenpunkt“ Dreifaltigkeitskapelle war für die Vettweißer Bevölkerung sicher immer von Bedeutung. Neben der Kapelle hat ein Gasthaus gestanden, in welchem es vermutlich zu nicht zu unterschätzenden Begegnungen kam. Hier erfuhren die Einheimischen von den vorbeiziehenden Reisenden die Neuigkeiten aus der großen weiten Welt. Das Hofgebäude fiel amerikanischen Bomben zum Opfer. [Informationsschrift Pfarrgemeinde St. Gereon Vettweiß von Pfarrer Willi Lennarz und Archiv Josef Esser, Band 4, Seite 229]

22. Jun. 1941

Sterbetag des in Kierdorf lebenden Pfarrers Leo Fettweiß. [Maschinenschriftliche Abhandlung zum Thema „Die sieben Schöffen von Wys im Jahre 1383, Archiv Esser, Band 4, Seite 65 - 69]

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