Ginnick

  • Unser Dorf – unsere Heimat – wird 850 Jahre alt!

    Wenn wir heute im Jahre 2026 gemeinsam auf eine 850-jährige Geschichte von Ginnick zurückblicken, dann erinnern sich die Älteren unter uns spontan an die 800-Jahr-Feier und den beeindruckenden Festvortrag von Prof. Dr. Ernst Nellessen.

    Heute wie damals stellt sich die Frage, wann ist unser Ginnick wirklich erstmals urkundlich erwähnt worden? Könnte unser Dorf wesentlich älter sein? Ergänzende Aussagen dazu sind zukünftig durch die maßgeblichen Historiker zu erwarten.

    1176 – seit der ersten urkundlichen Erwähnung hat sich viel getan. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Ortsflecken Ginnick zu einem Dorf, geprägt von alten Bauernhöfen, Fachwerkhäusern, Gaststätten, Handwerkern und Lebensmittelläden. Unsere Pfarrkirche St. Antonius und der sich außerhalb der Ortslage befindliche alte Wasserturm sind die Wahrzeichen unseres Dorfes.

    Mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern Ginnicks freuen wir uns über dieses Jubiläum – 850 Jahre wechselvolle Heimatgeschichte – das ist schon etwas Besonderes. Dieses Fest weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an selbst erlebte Begebenheiten und an Geschichten und Erzählungen der eigenen Vorfahren. Heute kommt es darauf an, dass wir uns auf unsere Wurzeln und unsere Vergangenheit besinnen.

    Das Jubiläum soll zeigen, dass es lohnenswert ist, in Ginnick zu leben. Erhalten wir uns die Werte, die das Zusammenleben in unserer Heimat prägen.

    Ginnick steht mit allem, was es hat – mit seiner Ortslage, den Straßen, Wegen und Gässchen, mit seinen Wahrzeichen, seinem Grün, seinen Traditionen – für Vielfalt, auch wenn sich abzeichnet, dass die Menschen freier, traditionsloser und weiträumiger leben wollen.

    Besonders bedanken möchten wir uns bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die als Initiatoren die vorliegende Festschrift auf den Weg gebracht haben. Auch den Autorinnen und Autoren der vielen Beiträge in Wort und Bild und dem Personenkreis, der durch Informationen und Hinweise die Festschrift in starkem Maße bereicherte, gilt es danke zu sagen.

    Auf dem Weg in die Zukunft wünschen wir unserem Dorf eine gedeihliche und erfolgreiche Entwicklung.

     

    Frank Kemmerling                     Helmut Kemmerling

    (Ortsvorsteher)                          (OV 1994 – Nov. 2025)

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    Ein Mekka für Naturfreunde

    Das am äußersten südwestlichen Rand der Zülpicher Börde gelegene Ginnick prägt den Voreifelcharakter der Gemeinde Vettweiß. Der Ort ist ein Mekka für Naturfreunde, findet man doch hier auf den kargen Muschelkalkböden viele seltene Pflanzen, darunter zahlreiche Orchideen, Kuhschellen und Enziane.

    Die erste Erwähnung von Ginnick lautet auf das Jahr 1176. Eine weitere Erwähnung findet sich auf einer Tranchot-Müffling-Karte. Um 1801 hieß der Ort Gimnich. Der Ortsname stammt aus dem althochdeutschen Wort ginicki und ist abgeleitet aus der Bezeichnung für Krümmung oder Biegung im Gelände „genic".

    Früher wurde bei Ginnick Wein angebaut. Die Weinberge sind erstmals 1514 zwischen Froitzheim und Ginnick erwähnt. Dort befand sich auch ein Kelterhaus. Noch 1716 besaß der Kurfürst von der Pfalz, der damalige Landesherr von Jülich-Berg, um Ginnick 19 Morgen 1 Viertel 2 Pinten Weinberg.

    Am 1. Juli 1969 wurde Ginnick nach Vettweiß eingemeindet.

    Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Wasserturm, der auf einer Anhöhe steht und den Ort weithin sichtbar überragt, die Pfarrkirche St. Antonius sowie einige alte Bauernhäuser.

    Die ehemalige einklassige Volksschule am Ortsrand wurde durch die Interessengemeinschaft Ginnicker Ortsvereine zum Bürgerhaus um- und ausgebaut.
    In Ginnick wohnt die Autorin Gisela Blümmert, die mehrere Kriminalromane und Sachbücher veröffentlicht hat.

    Ginnick_um_1900.jpegGinnick_um_1900 (Foto: Gemeide Vettweiß

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Heimat und Geschichtsverein Vettweiß 2013 e.V.

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