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Sievernich und die Marienerscheinung

Erstmals erwähnt ist Sievernich im Güterverzeinis der Abtei Prüm im Jahre 893. Abt Balduin hatte demnach in Sievernich zwei Hufe zu Lehen. Noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts gehörte Sievernich zur einen Hälfte zum Herzogtum Jülich, zur anderen Hälfte zu Kurköln.

Der Ort liegt südöstlich von Vettweiß am Neffelbach in der Zülpicher Börde. Nachbarorte sind Disternich, Weiler in der Ebene und Bessenich (Stadt Zülpich) und Vettweiß.

Am 1. Juli 1969 wurde Sievernich nach Müddersheim eingemeindet und kam am 1. Januar 1972 zusammen mit Müddersheim im Rahmen des Aachen-Gesetzes zur neuen Gemeinde Vettweiß.

Der Ortsname ist aus dem ursprünglich römisch-ubinischen Namen „Severiniacum" entstanden. Die römische Besiedlung ist durch umfangreiche Römerfunde zwischen dem Ort und Gut Dirlau nachweislich.

Sievernich wird durch die von den Franken in der Mitte des 8. Jahrhunderts erbaute Aachen-Frankfurter Krönungsstraße durchzogen. An dieser liegt die im 15. Jahrhundert erbaute Burg Sievernich, die wohl Vorgängerbauten gehabt haben muss, da Ritter von Sievernich bereits im Jahre 1153 erwähnt wurden. Die Burg wird in Privatbesitz als Trakehner-Gestüt genutzt und steht für Besichtigungen nicht zur Verfügung. Ab 1908 fuhr am Ort entlang die Kleinbahn und Straßenbahn von Düren über Nörvenich nach Zülpich und Embken. Der Verkehr wurde 1960 eingestellt.

Durch Manuela Strack aus Düren bekam Sievernich und die Kirche St. Johannes Baptist (Bistum Aachen) von Juni 2000 bis Oktober 2005 zu einer gewissen Berühmtheit. Ihr soll hier immer am ersten oder zweiten Montag im Monat die Mutter Gottes erschienen sein. Die katholische Kirche konnte bisher allerdings keine Aussagen über die tatsächliche Existenz der Erscheinung machen. Die übermittelten Botschaften enthielten im Wesentlichen die Aufforderung zum Gebet, zur Buße, zum Frieden, zur Nächstenliebe und zur Papsttreue.

Zu den markantesten Bauten in Sievernich gehört zweifelsohne die Kirche St. Johannes Baptist. Sie wurde nach den Plänen von Vincenz Statz und Überarbeitung durch Heinrich Nagelschmidt und Carl Lange erbaut. Der Kirchenbau im neugotischen Stil begann 1869 und im Jahre 1873 wurde sie geweiht. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Kapelle.

1854 wurde Sievernich zur Pfarrei in der Erzdiözese Köln erhoben. Bis 1827 hatte der Ort zum Dekanat Zülpich gehört und ist danach zur Pfarrei Nideggen gekommen.

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