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Am Dreifaltigkeitssonntag des Jahres 1980 feierte die katholische Pfarrgemeinde St. Gereon in Vettweiß das dreihundertjährige Bestehen der Dreifaltigkeitskapelle. Da inzwischen über dreißig Jahre ins Land gezogen sind, habe ich meine damaligen Ausführungen zur Dreifaltigkeitskapelle überarbeitet und dabei neu gewonnene Erkenntnisse berücksichtigt.

Nachdem die in den Kriegswirren und Kampfhandlungen unversehrt gebliebene alte Vettweißer Kirche, deren Turm einer romanischen Anlage aus dem 11. Jahrhundert entstammte, im Frühjahr des Jahres 1945 von amerikanischen Truppen gesprengt wurde, um den Schutt zum Bau eines Militärflugplatzes der U.S. Airforce, von den Amerikanern mit Airfield Kelz Y-54 bezeichnet, zu verwenden, ist die in der Unkelmaar gelegene Dreifaltigkeitskapelle der einzige noch vorhandene Sakralbau, der an die lange Geschichte des Dorfes Vettweiß erinnert.

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Die Kirche in Kelz blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Sie wurde auf einem künstlichen Hügel erbaut. Dies weist auf einen keltischen oder römischen Kultort hin (wahrscheinlich Jupitertempel). Die Römer pflegten den Tempel für ihren Hauptgott Jupiter stets auf einer Anhöhe zu errichten. Später haben dann die ersten Christen in der römischen Provinz Rheinland oft ihre Kirchen auf den Fundamenten der Jupiter-Tempel gebaut und sie dem Erzengel Michael als Pfarrpatron geweiht. So könnte es auch in Kelz gewesen sein. Die älteste Nachricht über die Pfarrkirche ist die Urkunde des Kölner Erzbischofs Wichfried vom 9.7.931 indem er die Kirche dem Ursulastift zu Köln schenkt. Insofern muss Kelz eine bischöfliche Pfarrkirche gewesen sein.

Nördlich von Vettweiß lag Burg Kettenheim als dritte der Vettweißer Burgen. Wir finden diese Ansiedlung ebenfalls schon 1072 in der gefälschten Urkunde Erzbischofs Anno erwähnt, die aber - wie wir wissen - auf einer echten Vorlage beruht. 1351 macht Gerhard Rost von Arnoldsweiler die Burg zum Lehen des Erzbischofs von…
Der in den Jahren 1415 und 1431 genannt Cointze von Wys hatte eine Tochter Fritza, die mit Heinrich von Hackenbroich vermählt war. Auch sie sind begütert in Vettweiß. Ihre Tochter Katharina als Erbherrin des Geschlechtes heiratet vor 1520 Johann von Büchel und bringt diesem das elterliche Gut mit in die…
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